Emanzipation

Der einzige Sinn unseres Lebens

ist es

zu SEIN,

was wir sind

und zu WERDEN,

was uns zu werden

gegeben ist.

Robert Louis Stevenson

Manche Spuren auf der Reise zu sich selbst entlarven sich als eigene Schatten, Reflektionen und Echos. Sie wollen beachtet werden, aber sie sind keine Leitlinien und Hinweisschilder. Dieses führt immer auch durch die dunklen Reiche des Inneren, wo jeder Mensch zu einem Abenteurer wird und wie im Märchen den Drachen in sich selbst bezwingen muss.

Da wohnt in jedem Menschen diese Gestalt des inneren Schweinehundes, der Boykotteur des eigenen Lebens, der Zerstörer, der Unfriedenstifter, der Verhinderer, der Versager, der Schatten seiner Selbst - der Teil im Menschen, der ihn von dem Wahren, Guten und Schönen abhalten und ihm das Glück auf selbstvernichtende Weise vorenthalten will.

Mit dieser Kraft muss der Mensch ringen und an ihr wachsen, sonst wird jede äußere Auseinandersetzung zu einem Schattenkampf gegen Windmühlen.

Die Emanzipation beginnt bei sich selbst und ist ein Prozess des schrittweisen Sieges über das Niedere in sich selbst.

Es gibt vieles, von dem sich Menschen abhängig machen, weil sie Angst davor haben, ihr eigenes, ureigenes Leben zu führen: von Menschen, Dingen, eigenen Bedürfnissen, Wünschen etc.

Wirkliche Unabhängigkeit ist die Freiheit von jeder Art der Fremdbestimmung.

Es braucht einen Erkenntnisprozess dafür, um sich eine wirkliche Unabhängigkeit erst zu erarbeiten. Dieser besteht darin zu lernen, sich selbst genug zu sein und sich zu trauen, nach eigenen Maßstäben und nach der eigenen Fasson glücklich zu werden - selbst wenn es anderen nicht gefällt.