Methodologie

Stelle Dir ein Kaufhaus vor mit den verschiedensten WAREN. Es ist groß und bietet auf mehreren Etagen ein schier unendliches Waren-Angebot.

Stelle Dir aber vor, dass dort KEINE Gegenstände angeboten werden, sondern dass es sich dabei um eine Tauschbörse von Ideen handelt.

Es geht also einmal nicht um DINGE, auch nicht um die Vermittlung von Lern-STOFF, nicht einmal um SACH-Verhalte, oder darum, OBJEKT-iv zu sein oder SACH-lich zu bleiben.

Die Kleider, die hier nach Angebot und Nachfrage auf unproblematische Weise probiert werden können, sind geistige Ideen, Denk-MODELLE, Denkanstöße, Erklärungs-MODELLE oder ein Perspektivenwechsel durch Rollentausch.

Jeder Teilnehmer kann schauen, was ihm davon passt und ob es zu ihm passt und wo er vielleicht eine „andere Kragenweite“ hat.

Jeder hat die Möglichkeit, selbst als Modell einzelne Ideen anderen zu zeigen und sich in dieser Rolle zu üben.

Jeder hat ebenfalls die Möglichkeit, am MODELL des anderen etwas über sich zu lernen.

Die Indianer hatten für diesen Zweck einen Geschichtenerzähler. Die Geschichte diente als Angebot, über die dargestellten Charaktere und den Handlungsablauf eine Beziehung zu sich selbst herzustellen und über dieses „Gleichnis“, diese Allegorie, diese Metapher oder durch die dabei geweckten Assoziationen eine Ähnlichkeit  mit sich zu erkennen und darüber etwas zu lernen.

In diesem Sinne kann jeder Kursteilnehmer seine Geschichte erzählen oder die Geschichten, die das Leben schreibt, aber auch an den schöpferischen Kreationen anderer wachsen, wenn er den Mut hat, sich auch gefühlsmäßig darauf einzulassen.

Dann werden die Selbstmitteilungen zu hilfreichen Werkzeugen bzw. Tools, die mehr sind als einfache Erfindungen oder Einbildungen,  nämlich wichtige Hinweise für das eigene Unbewusste. Dieser Spur folgend zeigt sich, dass jeder Mensch immer einer eigen innewohnenden Logik folgt, die nicht unbedingt wahr sein muss. In der Überprüfung dieses Phänomens kann jeder Teilnehmer auch über seine Geschichte hinauswachsen.

Eine Abteilung des Kaufhauses bietet verschiedenste astronomische Einblicke – Angebote, die Welt noch einmal von dieser oder jener Perspektive aus zu betrachten und über verschiedene Fernrohreinstellungen zwar nicht „die Sterne vom Himmel zu holen“, aber einzelne Sterne ihre Geschichte erzählen zu lassen.

Jede verwendete Methode der Akademie, (Kognitive Verhaltenstherapie, Gestalttherapie, Psychodrama, Imaginationstherapie, Atemtherapie, geistige Heilweisen) ermöglicht einen anderen Zugang zu sich selbst, wenn sie der hier beschriebenen Weise angewendet wird, und führt zu anderen hilfreichen Geschichten über sich selbst, über das Leben und über das verloren gegangene Paradies.