Symbole

Symbole sind Brücken - wichtige Hilfsmittel zum Verständnis von sich selbst und dem Leben. Wir sind tagtäglich davon umgeben, aber es macht das Leben oft nicht einfacher, sondern noch komplizierter.

Für vieles im Leben braucht es Dolmetscher - Menschen, die bei der Entschlüsselung hilfreich sind.

Für viele Aufgaben und Stationen im Leben braucht es Spurenleser, die die Zeichen der Zeit erkennen mit den Symbolen des Lebens arbeiten und Brücken bauen können.

Eine solche Hilfestellung befähigt dazu, offene Türen zu finden, um das in jedem Menschen vorhandene Potenzial, seine sogenannten Ressourcen, zu aktivieren und selbst die Meisterschaft über das eigene Leben zu erlangen. Das verleiht der Seele Flügel und auch die Kraft, die blockierten Selbstheilungskräfte freizusetzen und Verletzungen der Seele zu kurieren.

In der akademischen praktischen Schulpsychologie ist das Hauptbestreben, objektive Sachverhalte zu erforschen und Erklärungen dafür zu suchen, warum ein Mensch, der zu einem „Fall“ wird, so ist, wie er ist, und wie ihm „objektiv“ richtig geholfen werden kann, damit er wieder „normal“ wird oder besser bzw. angepasster „tickt“.

In einer symbolorientierten Arbeit wird jeder Mensch zu seinem eigenen Chairman (Manager, Dirigent, Kapitän, Leitperson) entsprechend des TZI-Postulates, sich selbst allein verpflichtet zu sein. Dabei werden ihm vielfältige Symbol-Angebote gemacht, um darüber etwas von sich und der eigenen Situation zu begreifen.

In einer Arbeit als Symbol und mit Symbolen geht es weniger darum, wie es nun einmal (mehr oder weniger unumstößlich) ist, als darum, die dem Bewusstsein oft verschlossene Bedeutung von Symbolen individuell zu entschlüsseln und zusätzliche Heilsymbole zu nutzen.

In einer solchen Spiegel-Arbeit mit Menschen wird alles (nur) zum Symbol, d.h. zum Hinweis, zum Sinn-Bild, zum Kenn-Zeichen, zur Veranschaulichung, zum Gleichnis, zur Parabel, zur bildlichen Darstellung - oder, wie Goethe sagt: „zur lebendig augenblicklichen Offenbarung des Unerforschlichen“.

Trotz ihrer verdichtet komprimierten Form vermögen Symbole stellvertretend für eine sonst nicht sichtbare und fassbare Idee, Vorstellung oder ein Phänomen die darin verborgenen Aspekte deutlicher und greifbarer zu machen. Damit wird auch die griechische Herkunft des Wortes Symbol – „das Zusammengefügte“ – deutlich. Symbole helfen die einer inneren Logik folgenden und nur aus ihr in ihrer Zugehörigkeit verständlichen Puzzleteile, die in alle Winde verstreut waren, wieder zusammenzufügen.

Symbole (wie sie beispielhaft in der deutschen Sprache in Metaphern oder in sprichwörtlichen Redensarten zum Ausdruck kommen) sind oft hilfreiche Veranschaulichungen und Verdeutlichungen innerer Vorgänge und Abläufe. Assoziationen, wie S. Freud sie nennt, sind Brücken, um verborgene individuelle Gedankenverbindungen sowie archetypische kollektive Zusammenhänge (C.G. Jung) verstehen zu lernen.